Oft liegen die Weisheitszähne schräg und tief im Kiefer und haben aufgrund von Platzmangel einen engen Bezug zum davor liegenden Zahn. Hier können sie Druck ausüben und sind nur schwer zu reinigen, was sowohl die Weisheitszähne, aber auch die davor liegenden Zähne in ihrer Prognose gefährden kann.
Zahnfleischtaschen können zu wiederkehrenden schmerzhaften Entzündungen mit Knochenabbau führen.
Häufig besteht ein enger Kontakt zu Strukturen, deren anatomische Lage in Bezug zu den oft feinen Zahnwurzeln bekannt sein muß.
Im Unterkiefer existiert der Nervus alveolaris inferior, welcher unter anderem die Unterlippe und das Kinn mit Gefühl versorgt, im Oberkiefer ist dies die Kieferhöhle, welche eröffnet werden kann. Daher wenden wir in solchen Fällen eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT) an, um beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer Nervschädigung zu minimieren.
Schonende Operationsmethoden für den Knochen sind für uns selbstverständlich, da Zähne oft vor kieferverlagernden Operationen extrem knochenschonend entfernt werden müssen. Dies geschieht in der Regel in Lokalanästhesie, wobei der Zahn gegebenenfalls mehrfach geteilt werden muß.
Zusätzlich kann mittels eines Heilungsboosters aus Eigenblut der Verschluß des Zahnfaches mit Knochen und bedeckender Schleimhaut beschleunigt werden und die postoperativen Schmerzen und Schwellung minimiert werden.