Botox (Botulinumtoxin) – für ein jugendlicheres, natürliches Aussehen
“Botox®” ist ein geschützter Markenname. Umgangssprachlich wird es als Synonym für kosmetische Produkte verwendet, die Botulinumtoxin (BTX) enthalten. BTX ist ein Stoffwechselprodukt des Bakteriums Clostridium botulinum, welches ubiquitär, vor allem im Erdboden, vorkommt. Es ist Auslöser des Botulismus, einer vor allem früher gefürchteten Vergiftung, welche durch den Verzehr verdorbener Nahrungsmittel ausgelöst wird. Die Erforschung des Wirkmechanismus hat zu verschiedenen medizinischen Anwendungen wie neurologischen Krankheitsbildern sowie Ästhetik geführt. Gründe für den bahnbrechenden Erfolg sind quasi nicht vorhandene Nebenwirkungen bei sachgerechter Anwendung sowie die Reversibilität bei geringster Invasivität.
Wie wirkt BTX?
Botulinumtoxin blockiert spezifisch Nervenimpulse, was je nach Injektionsort eine Parese, also Muskelentspannung mit eingeschränkter Bewegung und Hypohydrose, also verminderte Schweißproduktion, bewirkt. Fühlen, Tasten oder Geschmack sind nicht betroffen. Die Wirkung erreicht nach 7 – 10 (14) Tagen ihr Maximum und hält etwa ein halbes Jahr.
Behandlung
Im Rahmen der Behandlung erfolgen Injektionen in die gewünschten (oben genannten) Regionen mit einer sehr feinen Nadel („invisible needle“), die als sehr schmerzarm empfunden werden.
Durch die Injektionen werden geringe Mengen Botulinumtoxin an den entsprechenden Stellen platziert. Als Muskelrelaxans minimiert es die mimischen Falten. Ihr Gesicht wird wirkt jünger und dynamischer. Als zusätzlicher Effekt kann durch die Ruhigstellung der Muskulatur einem Fortschreiten der Falten vorgebeugt werden.
Direkt nach der Behandlung sind Sie wieder „gesellschaftsfähig“, wobei Hämatome vorkommen können. Auf eine Behandlung in Schwangerschaft und Stillzeit wird verzichtet.
Anwendung (ggf. in Kombination mit anderen Verfahren)
- Behandlung von Zornesfalten (Falten im Bereich der Nasenwurzel)
- Sorgenfalten (querverlaufende Stirnfalten)
- Krähenfüße (Lachfalten am seitlichen Augenrand)
- Marionettenfalten (Falten unterhalb der Mundwinkel)
- Tabackbeutelfalten (Oberlippe)
- herabhängende Augenbrauen (chemisches Brauenlift, „chemical browlift“)
- Bruxismus (Zähneknirschen)
- Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion)
- Frey-Syndrom (gustatorisches Schwitzen)
- Kiefergelenkluxation